Die Debatte über die Existenz oder Nichtexistenz der Kernenergie scheint nie zu enden. Bereits 1980 fand in Schweden eine Abstimmung zu diesem Thema statt. Infolgedessen beschloss das Parlament, dass alle Reaktoren bis 2010 stillgelegt werden sollten.
Dies ist nicht geschehen – heute gibt es sechs aktive Reaktoren – in Forsmark, Oskarshamn und Ringhals. Es gibt zwei verschiedene Arten von Reaktoren, nämlich Druckwasserreaktoren und Siedewasserreaktoren. Beide funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip: Wasser wird erhitzt, um eine Turbine und einen Generator anzutreiben und Strom zu erzeugen.
Einfache Erklärung, wie ein Kernkraftwerk funktioniert
Aber zurück zur Frage des Tages: „Wie funktioniert ein Kernkraftwerk?“. Natürlich steckt eine komplizierte Physik dahinter, wenn man sich mit den Details beschäftigt. Aber auch für den Laien ist es möglich, es kurz zu beschreiben, in groben Zügen oder Schritt für Schritt, wenn Sie wollen:
- Angereichertes Uran wird mit Neutronen bestrahlt.
- Uranatome spalten sich durch Bestrahlung in zwei Teile.
- Bei der Spaltung entstehen neue Neutronen, die wiederum andere Uranatome spalten – eine Kettenreaktion.
- Um zu verhindern, dass die Kettenreaktion außer Kontrolle gerät, wird sie durch so genannte Steuerstäbe kontrolliert, die in den Reaktorkern herabgelassen werden können. Diese bestehen aus Substanzen, die große Mengen an Neutronen einfangen. Dadurch wird die Kernreaktion unter Kontrolle gehalten.
- Bei der Spaltung von Uranatomen werden große Mengen an Wärme freigesetzt. Es wird verwendet, um Wasser zur Dampferzeugung zu erhitzen.
- Der heiße Dampf treibt wiederum eine Turbine mit einem Generator an.
- Er, der Generator des Kernkraftwerks, erzeugt schließlich den von Ihnen gewünschten Strom. Der Generator wandelt die sich drehenden Schaufeln der Turbine in Strom um, indem er Magnete in den Spulen rotieren lässt. Die Rotation mit 3.000 Umdrehungen pro Minute erzeugt eine Frequenz von 50 Hz, die in den europäischen Stromnetzen verwendet wird.